Fröhliche Rückblicke

 

Pünktliches Luthergedenken

Luthers Kalte Stelle bei Unterrißdorf am 28.1.2012

Auch dieses Jahr wurde pünktlich zum 28.Januar an "Luthers kalte Stelle" eingeladen, um seiner Durchfahrt 1546 mit dem eisigen Wind zu gedenken. Die Versammelten möchten diese besinnlichen Minuten an diesem Datum nicht mehr missen.

 

Krippenspiel 2011

 

Krippenspiel in Unterrißdorf: Drei prophetische Ansagen

Krippenspiel in Unterrißdorf: Maria und Josef finden eine barmherzige Bewohnerin in Bethlehem

Drei Hirten erschrecken im plötzlichen Licht

Krippenspiel in Unterrißdorf: Drei Weise aus dem Morgenland

Vierstimmig: O Jesulein zart, dein Kripplein ist hart!

Vielstimmig: Tragt in die Welt ein Licht!

Krippenspiel im Altar in Unterrßdorf

 

 

Erntedankfest 2011

 

Naturalien und Geldgaben in Unterrißdorf zum Erntedankfest

 

 Kirchgemeindefest 21.August 2011

 Musikalisches in Unterrißdorf zum Gemeindefest

 

 Jugendliche Klänge auf dem Kirchplatz in Unterrißdorf zum Gemeindefest

 

Weitere Rückblicke siehe Auswahl unten!

 

 

 

Lutherpilgerweg Sachsen-Anhalt

Für Wanderer, Radfahrer und Pilger gibt es seit dem 28.März 2008 in Sachsen-Anhalt den "Lutherweg". Die Eröffnung der 410 Kilometer langen Strecke fand in der Nähe der Lutherstadt Eisleben statt: In Höhnstedt zweigt der 34 Stationen umfassende Rundkurs in Richtung der Lutherstädte Eisleben und Mansfeld ab.
Ein stilisiertes "L" wird als Logo die Wanderer und Radfahrer begleiten.

Markierung des Lutherweges

Nun kann gepilgert werden auf den Spuren des Reformators. Auf Spuren, die Geschichten erzählen über den Mönch, sein Erbe, aber auch den Menschen Luther. Die Eröffnung an der "Weinstraße Mansfelder Seen" in Höhnstedt hätte Luther sicher gut gefallen. Denn um den hier gewachsenen Wein hatte es sich gehandelt, wenn er seiner Frau kurz vor seinem Tode aus Eisleben schrieb: "Der Teufel hat uns das Bier in aller Welt mit Pech verdorben, und bei euch den Wein mit Schwefel. Aber hier ist der Wein rein".
Genau am Lutherweg liegt unter anderen das Weingut Hoffmann Alte Schrotmühle. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Lutherweg Sachsen-Anhalt ist die Idee des Pilgerweines entstanden. Die Auswahl eines passenden Weines fiel auf den "Traminer", der seit Oktober 2008 mit dem offiziellen Logo des Lutherweges vermarktet werden darf.
Kleiner Aufenthalt dort: "Lutherwein" in Höhnstedt
Schon der berühmte Chronist der Grafschaft Mansfeld, Cyriakus Spangenberg, beschreibt den hiesigen Weinbau und dabei die gute Qualität des Rebensaftes: «Dieses Land hat einen stattlichen Weinwachs, sonderlich um Eisleben und am Süßen See... wiewohl die Eisleber auch allerlei guten Gewächses nicht allein... des Fränkischen, sondern auch des Traminers und Muskatellers sich befleißigen und oft, so sie dessen warten, so gute Weine haben, die des Geruchs und Geschmackes halben neben Franken- und Rheinwein wohl passieren...»

Nicht an allen Stationen des heutigen Lutherweges ist der Reformator auch selbst gewesen. Sie sind ein Angebot für spirituelle Erfahrung, auch zum Kennenlernen von Natur und Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt. Auf Luthers letzte Reise geht der Pilger indes wieder authentisch: Auf dem Weg ab Seeburg nach Eisleben, durch Unterrißdorf und entlang der kalten Stelle, "wo Luther fror". Er selbst schrieb seiner Frau: "Als ich bei dem Dorf fuhr, ging mir ein solcher kalter Wind hinten zum Wagen herein auf meinen Kopf durchs Barett, als wollt mir's das Hirn zu Eis machen." Wenige Tage später starb der gesundheitlich ohnehin schon angeschlagene Luther in Eisleben.

Pilgerstempel in Unterrißdorf  für den Pilgerpass am Lutherweg

"Luthers kalte Stelle" zusammen mit der Dorfkirche Unterrißdorf ist  Station des Lutherweges.
Inzwischen können Wanderer einen "Pilgerpass" für den Lutherweg mit sich führen und sich bereits an etlichen Stationen mit einem speziellen Stempel ihre Anwesenheit bescheinigen lassen.

Konzert 24.08.2008

MZ - Mansfelder Zeitung: "Die Unterrißdorfer Kirche hat etwas Anheimelndes an sich. Das aus Feldsteinen im 12. Jahrhundert erbaute Gotteshaus ist nicht nur Ort für Gottesdienste und christliche Feiern, mehr und mehr auch in den letzten Jahren zum kulturellen Mittelpunkt des Dorfes geworden. So auch wieder am Sonntag.  Alt und Jung fühlten sich vom rührigen Aktiv der kleinen Kirchengemeinde zum diesjährigen Sommerfest mit Gottesdienst und anschließendem Konzert eingeladen.
Und sie kamen. Kennt man doch die lebendige zusammengehörende Gemeindearbeit und die künstlerische Qualität vergangener Konzerte in dieser Kirche.
Diesmal hielt Pfarrer Frithjof Grohmann wieder musikalische Besonderheiten hierfür bereit. "Wie in einer Ideenschmiede entwickelten die Ausführenden kurzfristig das Programm, das einem fröhlichen Sommerkonzert entsprechen sollte", so Grohmanns Konzept. Ausgewählt war Musik von acht unterschiedlichen Komponisten aus der Barockzeit für Orgel, Trompeten und Violine. Die Interpreten waren diesmal aber nicht international bekannte Musiker, nein, zu den Ausführenden gehörten drei junge Instrumentalisten, von denen zwei ihr musikalisches Rüstzeug in der Eisleber Musikschule erlernten: Reinhard Grohmann (42, Trompete) und Wolfgang Grohmann (37, Violine), die im beruflichen Leben im sozialen Dienst und als Lehrer tätig sind. Zu ihnen gesellte sich der aus Niedersachsen stammende und heute in Magdeburg tätige Jurist Stefan Habenicht (41), der als zweiter Trompeter sein Können im Quartett unter Beweis stellte. Seit November vorigen Jahres zählt der Niederländer Hugo van Veen (61) zu Eislebens Neubürgern. Als Organist in der St. Annenkirche tätig, ist er längst kein Unbekannter mehr. Er übernahm in kürzester Zeit nicht nur die Zusammenstellung und Feinabstimmung der Programmfolgen, sondern wirkte selbst als Solist, Begleiter und Moderator des Konzertes.
Mit einem musikalischen Galastück von Antonio Vivaldi für zwei Trompeten und Orgel war den Musizierenden ein herrlicher Programmeinstieg gelungen. Strahlende und jubelnde Töne erfüllten die Kirche und ließen vom ersten Ton an erkennen, welche gewaltige Klangfülle Trompeten zu erzeugen vermögen und Emotionen auslösen können. Dass Hugo van Veen sein Handwerk als Organist versteht, stellte er mit Johann Pachelbels Choral "Was Gott tut, das ist wohl getan" unter Beweis. Immer wieder die schöne Grundmelodie hörend, verstand er es meisterlich, sechs Variationen zu intonieren und die Zuhörer melodisch von Stück zu Stück musikalisch zu führen. Erstmalig kam der Zink, ein historisches Instrument, das vorwiegend im 17. Jahrhundert gespielt wurde, zum Einsatz. Das Spiel dieses schwer zu erlernenden und zu spielenden, die menschliche Stimme aber gut imitierende trompetenähnliche Blechblasinstrument, beherrscht bemerkenswert gut Reinhard Grohmann. Mit der Wiedergabe des Chorals für Orgel und Zink "Auf meinen lieben Gott vertrau ich" brachte er eine neue näselnde, eigentümliche Klangfarbe zu Gehör, die mit viel anerkennendem Beifall bedacht wurde. Mit einem Werk des italienischen Komponisten Francesco Manfredini für Orgel und zwei Trompeten setzten die Musizierenden einen wunderschönen Schlussakkord. Mit Soli Deo Gloria - Gott allein die Ehre -, so könnte man die perlenden jubilierenden, prachtvollen Tonfolgen vergleichen, die klar machten, dass Musik in der Lage ist, den Alltag vergessen zu lassen und Kraft für Kommendes zu schöpfen.
(Verfasserin: Gudrun Riedel, Lutherstadt Eislebe

Konzert in Unterrißdorf mit Orgel, Trompete, Violine

"Saure Wochen - frohe Feste"

                     In Unterrißdorf mühsam gefaltete Leuchtsterne

Wochen vor Weihnachten 2008, 2009 und 2010 waren sauer, aber erfreulich. Es hieß: Falten, falten falten, falten - alles für das Kirchdach !!!  Nach seiner Vollendung wurde fortwährend weiter gefaltet - nun alles für die Fenster.

Unsere Lutherrose 2009

Unser Hauptthema von Frühjahr bis Herbst 2009 war die blühende Lutherrose auf einer Fläche von 100 x 100 m am Rand des Dorfes.  Als unzählige Rapspflanzen das wunderschöne Vorhaben zunichte machen wollten, wurden diese von insgesamt 40 Helfern einzeln entfernt.

Helfer retten die Lutherrose vor dem wilden Raps

                  
   Gerettete blühende Lutherrose auf dem Acker an Unterriißdorf                        

               

"Unsere Lutherrose"  war gerettet.

Dachdankfeier Mai 2010

Neu gestimmter Klang der Orgel füllte die Kirche zu unserer Dach-Dank-Feier, die nun endlich am 2.Mai 2010 stattfinden konnte.
Diesmal durfte man sich aus dem Kollektenkorb etwas herausnehmen:

Streichholzschachteln mit Dankbild Kirche Unterrißdorf

Die Plätzchen in Kirchenform, die dann verteilt wurden, hatten eine durchweg rote Dachfläche - anders als die bei der Turmbekrönungsfeier 2004: Damals hatten sie für den unvollendeten Dachteil eine braune Beschichtung.
Es buk Renate Grohmann - assistiert von Cornelia Porsche - und die Plätzchen schmeckten hervorragend !!!

Plätzchen in Kirchenform mit rotem Dach

Bericht vom Dachdankfest - Mitteldeutsche Zeitung 5.5.2010:

Gudrun Riedel: Unterrißdorfer feiern ihr neues rotes Kirchendach
"Auf diesen herrlichen Tag haben Gemeindekirchenrat und ich fünf Jahre gewartet, um einen Dach-Dank-Gottesdienst zu feiern", so der überglückliche Pfarrer im Ruhestand Frithjof Grohmann nach dem Gottesdienst in der Dorfkirche St. Liudger und Maternus in Unterrißdorf. Bereits im Jahr 2004 begann das Ingenieurbüro Sixtus Herrmanns aus Bleicherode mit ersten Planungen für die Sanierung des Turm- und des Kirchenschiffdaches. Wegen fehlender Mittel konnte nur ein Drittel des Daches durch die Firma "Denkmalplan" aus Körner gedeckt werden. Neue Spenden waren vonnöten, um das gesamte Dach zu decken. Um dieses große Ziel zu erreichen, setzten die Unterrißdorfer alle Hebel mit ideenreichen Initiativen in Bewegung, um Spenden einzuwerben. In den Jahren von 2004 bis 2009 wurden tatsächlich 41.600 Euro zusammengebracht, weitere 9.100 Euro trug die Gemeinde aus ihrem Haushalt dazu bei. Die finanzielle Bezuschussung durch den Kreiskirchenrat Eisleben und Fördermittelgeber hatte zur Folge, dass der Dachstuhl grundlegend saniert werden konnte und die restliche Zweidrittel-Fläche des Kirchendaches herrlich rote Ziegel erhielt. Grund zur Freude für die mehr als 100 Besucher, die nach dem Gottesdienst noch bei Kaffee und Kuchen zusammenblieben, um die Vollendung des Werkes zu feiern. Mit im Bunde auch Architekt Sixtus Herrmanns und Bauleiter Unrein. Wie schlimm es um das Dach stand, brachte Pfarrer Grohmann in Erinnerung: "Während der Bauarbeiten konnten wir durch die Decke den Himmel sehen." Jetzt also ist das Dach geschlossen, die Decke ausgemalt. "Ich bin allen unendlich dankbar, die uns Geld gespendet haben, um das Kirchendach gründlich zu sanieren. Gab es doch ständiges Hoffen und Bangen, ob alles gelingt", sagte der Pfarrer. Mit einer Symbiose von Wort, Musik und Bildern wurden die Besucher dann überrascht, als in Windeseile die neun großen Kirchenfenster von außen verdunkelt wurden und Grohmann dann in einer wortlosen spannenden Fotopräsentation den desolaten Zustand des Dachstuhls und des Kirchendaches mit beeindruckenden Fotos per Detail oder in Gesamtaufnahmen dokumentierte und die aufwändigen Sanierungsarbeiten Revue passieren ließ. Diese Fotos erübrigen jeden Kommentar. Sie belegen, was Gemeinschaftswille zustande bringt. Die musikalische Begleitung der Fotoschau unter anderem mit Johann Sebastian Bachs "Air" und anderen Klängen durch Nadin Fähnrich (Orgel), Wolfgang Grohmann (Violine), und Reinhard Grohmann (Trompete), verstärkte ungemein emotional den Gesamteindruck der Zeitzeugnisse. Erstmals erklangen auch die erst Tage zuvor von den Unterrißdorfern gereinigten Orgelpfeifen. Die 78-jährige Marianne Menzel war ebenso mit Leib und Seele beim Putzen dabei wie der neunjährige Clemens Porsche, dem das Mitmachen viel Spaß gemacht hatte. "Möge Euer Haus voller Lachen sein und möge Frieden darin wohnen, möge das Dach über Euch nie rissig werden", wünschte das Pfarrer-Ehepaar Sabine und Hauke Meinhold, das nach dem Abschied aus dem Pfarramt St.Annen nun im thüringischen Suhl tätig ist, aber noch viele Freunde im Mansfeldischen hat. Eine liebenswerte Erinnerung, einen gebackenen Keks mit einem roten Turm- und Kirchendach, erhielten alle Gottesdienstteilnehmer. Im Dachstuhl erinnert eine Spendertafel an alle Geldgeber. Gemütlich bei Kaffee und Kuchen ging ein Gemeindefest zu Ende, das die Besucher wohl mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten werden. Antje Zeising aus Eisleben war beeindruckt von der Botschaft der Zusammengehörigkeit und der Liebe, die sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst zog. "Ich gehe mit Licht im Herzen nach Hause, das alles heute hat mich tief berührt und aufgewühlt."

Mitteldeutsche Zeitung 25.3.2010:

Jörg Müller berichtet: 40.000 Euro Spenden sind in das neue Dach geflossen.

UNTERRISSDORF/MZ. "Ich kann es noch gar nicht fassen", sagt Frithjof Grohmann, Pfarrer im Ruhestand in Unterrißdorf. "Nach fünf Jahren ist es endlich geschafft: Die Sanierung unseres Kirchendachs ist vollendet." Nachdem der lange und kalte Winter die Arbeiten noch einmal unterbrochen hatte, haben die Dachdecker vorgestern den letzten neuen Ziegel auf der Kirche verlegt. "Jetzt kommt noch der Blitzschutz dran, dann ist alles fertig", freut sich Grohmann. Vor allem sei er "von großer Dankbarkeit erfüllt". Immerhin seien etwa 40.000 Euro Spenden in die Baumaßnahme geflossen. Insgesamt liegen die Kosten der Dachsanierung (1. Bauabschnitt 2004 und 2. Bauabschnitt 2009 / 10) bei rund 157.000 Euro. Zwei Drittel dieser Summe sind Fördermittel von Land und EU sowie Zuschüsse des Kirchenkreises. Die Kirchengemeinde trägt rund 13.000 Euro zusätzlich zu den Spenden aus Haushaltmitteln bei. Nicht zu vergessen, dass der Pfarrer und seine Mitstreiter bei allen Baumaßnahmen immer selbst mit anpacken. Im Zuge der Dachsanierung haben sie zum Beispiel Malerarbeiten an der neuen Holzdecke ausgeführt. Jetzt steht an: Die zerwühlte große Grünfläche muss grundhaft neu aufgebaut und der teilweise zerdrückte Feldsteinweg zum Eingang neu gepflastert werden

Sonnenuhr an der Kirche in Unterrißdorf

Eberhard Dittmar nutzte in dieser Woche noch das Baugerüst, um die Sonnenuhr an der Wand der Kirche zu renovieren. Unter anderem hat er auf der Sonnenuhr, die 1978 beim Verputzen der Wand angebracht wurde, die griechischen Buchstaben Alpha und Omega (das Symbol für Jesus Christus als der Erste und der Letzte) mit einer Vergoldung versehen. "Das Blattgold lag seit 1971 auf meinem Schreibtisch", erzählt Pfarrer Grohmann, "das hatten wir mal aus dem Westen bekommen." Ursprünglich war es für den alten Wetterhahn und das von Bodo Menzel in den 70er Jahren gebaute Turm-Kreuz gedacht. "Aber dann konnten wir das Aufbringen des Goldes nicht bezahlen. Also haben wir den Wetterhahn, die Kugel und das Kreuz einfach mit Goldlack angepinselt." Und nun, nach fast 40 Jahren, hat auch das Blattgold noch eine sinnvolle Verwendung gefunden. Die nächsten Arbeiten in der Kirche sind bereits für das Frühjahr geplant. Ein Orgelbauer aus Halle wird die Orgel komplett auseinander nehmen und reinigen. Die Schutzmaßnahmen hatten nicht ganz ausgereicht. "Wir werden einen Eigenanteil von 1.000 Euro erbringen, indem wir beim Ausbau der Pfeifen und bei der Reinigung mithelfen", so Grohmann. Außerdem sind Restaurierungsarbeiten an dem spätgotischen Schnitzaltar vorgesehen.